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Prof. Sepp Gamsjäger
Mit 17 Jahren nahm ich bei einem von der Kronen Zeitung ausgeschriebenem Zeichenwettbewerb teil. Eine namhafte Jury suchte mich als bestes Nachwuchzeichentalent aus und ich durfte eine Woche lang bei einem Seminar von Prof. Sepp Gamsjäger teilnehmen. Der leider schon verstorbene Prof. Gamsjäger war der beste Portraitist Österreichs. Er hat vor allem viele österreichische Politiker portraitiert.
Ich bekam eine Einladung auf Sepp Gamsjäger´s Gamsburg nach Annaberg / Nö und machte so meine ersten Erfahrungen im Portraitzeichnen. „Portraitiern das ist meins“, das erkannte ich sofort und wollte so gut werden wie Sepp Gamsjäger.
Nach einer ereignisreichen Woche auf der Gamsburg durfte ich am letzten Tag den Meister höchstpersönlich zeichnen.
Mir ist noch gut in Erinnerung wie Sepp Gamsjäger sehr erstaunt gemeint hat, „ich wäre ein Naturtalent und er könne mir gar nichts mehr lernen“.
Das Portrait von ihm war mir so gut gelungen, dass ich vor lauter Stolz über das Lob Sepp Gamsjäger´s fast platzte.
So wurde ich mit meinen jugendlichen 17 Jahren zu einer kleinen Regionalberühmtheit in meiner Heimat dem Mostviertel und durfte stolz mein erstes Zeitungsinterview der „Krone“ geben. Prof. Sepp Gamsjäger und ich blieben in Kontakt bis zu seinem Tod ein paar Jahre später. 10 Jahre danach beschloss ich sein Werk weiterzuführen und begann bekannte österreichische Schifahrer und Musiker zu portraitieren.
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Toni Sailer
10 Jahre nach Prof. Sepp Gamsjägers Tod kam ich eines Tages auf die Idee sein Werk, prominente Gesichter zu zeichnen, weiterzuführen. Also machte ich mich an die Aufgabe Toni Sailer, den Schistar meiner 20 Jahre älteren Geschwister, zu portraitieren.
Ich rief Toni Sailer einfach an und erklärte ihm was ich vorhätte und promt bekam ich eine Woche später einen Termin bei ihm.
„Toni Sailer hatte mich wirklich eingeladen, ich konnte es kaum fassen.“ Alle meine Bekannten waren aufgeregt und ich am allermeisten. Würde ich das Portrait gut hinbekommen? Schließlich hatte ich seit 10 Jahren nicht mehr portraitiert.
Dann kam der große Tag - auf nach Kitzbühel! Toni Sailer hatte mir den Weg zu seinem Haus gut beschrieben. Nach drei Stunden Fahrt stand er vor mir - ein netter Kerl! Der Stress fiel ab, es wurden angenehme eineinhalb Stunden und ich hatte gegen alle meine Befürchtungen ein gutes Portrait hinbekommen.

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David Zwilling
Eine Freundin und ich waren gerade ein paar Tage auf Abenteuer-Urlaub in Abtenau im „David -Zwillings-Resort“.
„David Zwilling, er ist doch Schiweltmeister!“ Am Tag unserer Abreise hinterlegte ich für ihn einen meiner Bilderkataloge an der Hotelrezeption. Wir machten gerade Rast am Traunsee, als ich eine Stunde später einen Anruf bekam. „Ich solle mich am nächsten Tag bei David melden.“
Drei Monate später war ich wieder in Abtenau - nicht mehr so nervös wie bei Toni Sailer - „ich hatte ja schon Routinee!“
David entpuppte sich als überaus sympatischer Kerl. Ich mochte ihn vom ersten Augenblick an.
Relaxt - bei ein paar Gläschen Sommerspritzern im Garten - entstand eines meiner besten Portraits.
David und ich sind nach wie vor in Telefon- oder e-mail-Kontakt, hin und wieder sehen wir uns auch. Ich bin Mitglied in seinem Verein „Der Österreicher“ und er hilft mit weiter wo er nur kann. Er ist eine meiner guten Seelen geworden und ich bin ihm sehr dankbar dafür.

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Wolfgang Ambros
Eines Tages hörte ich, daß Wolfgang Ambros in unserer Bezirkshauptstadt Scheibbs ein Konzert geben würde.
Ich kontaktierte Wickerl Adam - ein guter Bekannter vom „Wolferl“ - ob ich vor dem Konzert die „Nr. 1 vom Wienerwald“ portraitieren könnte. Ich bekam von Wickerl einen Backstage-Pass und konnte mich frei hinter der Bühne bewegen. Aus Nervosität war ich zwei Stunden vor dem Konzert da, ich wartete und wartete und wartete ...
... endlich zehn Minuten vor dem Konzert traf Ambros ein, es war keine Zeit mehr für eine Zeichenstunde. Also kam Wickerl auf die Idee, ich solle mich doch auf die Bühne setzen und während des Konzertes zeichnen. Meine Knie gaben fast nach, ich hatte doch noch nie jemanden in Bewegung portraitiert! Ich wurde auf eine Lautsprecherbox gesetzt und tausende Besucher-Augenpaare starrten mich an.
Das Konzert begann, der Bass brummte, es war laut, die vielen Leute, ich konnte mich nicht konzentrieren. Doch da geschah es, ich schaltete alles weg - fast wie in Trance - nur Ambros beobachten und zeichnen, zeichnen, zeichnen.
Wieder wurde es ein gutes Portrait.
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Armin Assinger
„Mr. Millionenshow“ kommt nach Waidhofen an der Ybbs und hält seinen Vortrag „Das Leben ist ein Abfahrtslauf“.
„Den muß ich portraitieren, doch leichter gesagt als getan!“ Armin Assinger der nur für den Vortrag in Waidhofen weilte, würde sicher keine Zeit für eine Stunde „Stillsitzen“ haben. Also besorgte ich mir die Telefonnummer des Organisators, als Antwort bekam ich „gerne“, doch ich müsse das mit Assingers Manager besprechen. Von dem bekam ich grünes Licht und eine Platzreservierung in der ersten Reihe des Vortragsaales.
Also machte ich mich wieder auf ein bekanntes Gesicht in Bewegung zu zeichnen. Armin klopfte mir vor dem Vortrag auf die Schultern und sagte: Na, schau ma mal ob das was wird!“ - Worauf ich ganz relaxt: „Na klar, ich schaff das schon!“ Wobei ich nicht ganz so sicher war, denn ich konnte vor Nervosität kaum den Bleistift halten.
Das Licht ging aus, die Scheinwerfer an, hinter mir hunterte von Leuten und Armin sprang ganz in seinem Element die Bühne hin und her.
„Wie soll mir da nur eine Zeichnung von ihm gelingen, noch dazu ein Portrait?“ Doch wie ich es schon ein paar Mal in Stresssituationen erlebt hatte, wurde ich ganz ruhig. Ich blendete alles um mich aus und siehe da, in einer halben Stunde hatte ich das Portrait und es sah auch noch aus wie Armin. Armin war verblüfft und ich sehr glücklich.

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Karl Schranz
Da ich Berge über alles liebe und eine Ausstellung mit dem Titel „Hoch drob´n am Berg, unt´n im Tal“, bei meiner Bekannten Milli in ihrem Café, plante - sie war 10 Jahre in St. Anton am Arlberg - dachte ich mir ich muß unbedingt Karl Schranz ,der am Arlberg wohnt, zeichnen.
Er hatte schon meinen Bilderkatalog erhalten und so rief ich ihn einfach an. Er sagte sofort ja und so machte ich mich auf nach St. Anton, eine lange , lange Autofahrt stand mir bevor. Nach einem Zwischenstopp bei Bekannten im Zillertal, kam ich dann doch halbwegs erfrischt am Arlberg an. Da war ich nun - hoch drob´n am Berg - in Karl Schranz´Hotel. Karl Schranz erzählte mir gleich welche berühmten Maler ihn schon portraitiert hatten, „es hätte ihm auch noch keines der Bilder meiner berühmten Vorgänger gefallen, und er würde das Portrait nicht signieren, wenn er nicht damit zufrieden ist.“
Da war es wieder, das komische , nervöse, Prickeln im Bauch, doch ich ließ mir nichts anmerken und sagte nur selbstsicher: „Mein Portrait wird Ihnen gefallen!“ Ich zückte meinen Bleistift und begann, nichts konnte mich mehr aus der Ruhe bringen. Nach einer Stunde zeichnen hielt ich den Atem an - „Würde ihm das Portrait gefallen?“
Karl Schranz war begeistert und gab mir sein Autogramm unter die Zeichnung. Erleichtert machte ich mich auf, heim ins Mostviertel.

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Werner Grissmann
Eines Tages schickte ich Werner Grissmann einen Bilderkatalog mit einem netten Begleitschreiben und der Frage ob ich ihn portraitieren dürfte. Prompt bekam ich einen Anruf von seiner Frau und wir vereinbarten einen Termin für eine Zeichenstunde..
Da ich mittlerweile in St. Johann in Tirol wohne, war es nicht weit nach Lienz, und so nahm ich mir einen Nachmittag frei für einen Ausflug nach Osttirol. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und ich wurde von Werner Grissmann und seiner Frau auf ein gemütliches Kaffeetratscherl in ihrem Garten eingeladen, wir plauderten über dies und das und nebenbei zeichnete ich einfach drauf los.
Es war eine angenehme, entspannte Atmosphäre, ich stand nicht unter Druck und das spiegelt sich auch in dem Portrait wieder - es ist eines meiner Bestgelungensten.
Mit einem Hochgefühl im Bauch fuhr ich über die Felbertauern heimwärts nach St. Johann in Tirol. Ich werde den schönen Nachmittag beim sympatischen Ehepaar Grissmann sicher nie vergessen.

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Baldur Preiml
David Zwilling veranstaltete ein Seminar in Frankenfels/Nö im Steinschaler Dörfl und ich hatte mit ihm ein Treffen vereinbart.
Einer der Vortragenden bei diesem Seminar war Baldur Preiml, den David mir vorstellte und meinte: „Gisi, du könntest Baldi portraitieren!“ Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich momentan nicht wusste wo ich den Namen Baldur Preiml hingeben sollte, doch dann fiel es mir ein, er war früher Trainer der österreichischen Schispringer.
Baldur Preiml vereinbarte einen Termin, für den nächsten Tag, mit mir . Ich freute mich, denn Baldur Preiml ist ein sehr netter, angenehmer Mensch. Wir drei - Baldur Preiml, David Zwilling und ich - setzten uns gemütlich auf einer Wiese in die Sonne und ich begann zu portraitieren. David las uns währenddessen aus einem Buch vor und ich genoss es zu zeichnen.
Entspannt, ohne Druck, die warme Sonne, David´s angenehmes Vorlesen und die sympatische Gesellschafft der Beiden - da konnte das Portrait ja nur gelingen!

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Franz Klammer
Franz Klammer, das große Schiidol meiner Kindheit fehlte mir noch in meiner Sammlung der Schilegenden, aber wie kommt man zu einem Franz Klammer?
Gar nicht so einfach! Ein Franz Klammer steht natürlich nicht im Telefonbuch! Also sekkierte ich immer wieder David Zwilling mit meinem Anliegen Franz Klammer zu portraitieren. David sagte mir Klammer ist ein vielbeschäftigter Mann und es wird nicht so einfach sein ihn für eine Stunde vor meinen Zeichenblock zu bekommen, doch David versicherte mir, er werde es versuchen.
Es verging ein Jahr, dann ein zweites Jahr, ich fragte David Zwilling immer wieder um eine Zeichenstunde mit Franz Klammer und endlich war es soweit: Ich lernte durch David, Fritz Schrempf (führte Atomic zu Beginn der 90er Jahre zur Verkaufsrekordmarke) kennen.
Es wurde von Fritz ein Termin mit Franz Klammer für mich vereinbart. Dann kam der Tag der Zeichenstunde, Klammer hielt sich in Kitzbühel wegen Filmarbeiten auf und ich lief vor lauter Nervosität im Kreis, denn ich wußte ich würde ihn heute portraitieren, doch ich wußte nicht um welche Uhrzeit. Der Tag verging und es wurde abend und ich dachte, es wird nix mehr, doch da klingelte mein Handy und Franz Klammer war dran. Zehn Minuten später stand ich ihm in einem Kitzbüheler Hotel gegenüber. Ein sehr netter Kerl der Klammer!!!
Wir setzten uns gemütlich auf ein paar Bier zusammen und ich begann zu zeichnen, redeten über dies und das und schon hatte ich ein super Portrait von ihm gezeichnet.
Ich werde mich noch lange an diesen netten Abend mit Franz Klammer erinnern.

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